Archiv der Kategorie: Rezepte

Hier veröffentliche ich vor allem „Arme-Leute Essen“.

Kaiserschmarrn

Es ist erstaunlich wie billig und einfach die berühmtesten Gerichte zubereitet werden können, was uns lehrt, dass auch Kaiser, wenn sie Geschmack haben, nicht nach dem Preis gehen, sondern nach dem Genuss. Der Kaiserschmarrn ist eines der besten Beispiele dafür.

  1. bereitet man den gleichen Teig wie für Palatschinken.
  2. wird der Teig dick in eine gut gefettete Pfanne gegossen und unter mehrmaligem Schütteln auf der Unterseite braun gebacken.
  3. dreht man den Teig um und bäckt ihn auch auf der anderen Seite braun.

Jetzt wird alles mit zwei Backschaufeln zerrissen und kräftig durchgerührt.
mit Staubzucker bestreut servieren.

Manche Leute geben noch Rosinen dazu, dass muss aber nicht sein und gehört eigentlich nicht zum Original. Kaiserschmarrn kann als Hauptgericht oder als Nachspeise gereicht werden. Im zweiten Fall muss man allerdings schon ein/e gute/r Esser/in sein.

Als Getränk passt hier natürlich Bier überhaupt nicht. Ein rescher Weißwein mundet sicher. Wenn die Kinder wegen des ansonsten ständig verweigerten Biers aber nicht nachtragend sind, geben sie sicher gerne von Wasser oder Cola etwas ab.

Gebackener Karfiol

Meine Rezepte kann man wohl kaum vegetarisch nennen und das werden sie auch in der großen Mehrzahl nicht sein. Für arme Leute wäre es direkt Luxus und außerdem noch ungesund rein vegetarisch zu essen. Manch ein vegetarisches Gericht schmeckt aber doch vorzüglich, wie z.B. auch gebackener Karfiol.

Nicht erschrecken, Karfiol gibt es in jedem Gemüsegeschäft, man muss nur Blumenkohl verlangen. Karfiol kommt wie so viele Speisen und die Benennungen dafür aus dem Italienischen. Weil ja auch das Schnitzel aus Italien kommt, liegt es nahe auch den Karfiol zu panieren und backen.

  1. kocht man dafür (2 Personen) einen großen Karfiol in Salzwasse.
  2. legt man den gargekochten Karfiol auf ein Tuch und lässt ihn gut abtropfen.
  3. bereitet man wie für Schnitzel Ei und Brösel vor.
  4. paniert man die abgelösten Röschen, indem man sie zuerst vollständig mit Ei benetzt und dann in den Bröseln wälzt.
  5. bäckt man die panierten Röschen goldgelb in Fett (damit es vegetarisch bleibt in Pflanzenfett und nicht in Schweineschmalz, obwohl …).

Es gibt dazu noch eine einfachere Variante. Bei der überstreut man den gekochten und abgetropften Karfiol mit Semmelbrösel und gießt darüber zerlassene heiße Butter. Das schmeckt auch ganz gut und verträgt sich mit Bier – geht übrigens auch mit Kohlsprosserl (Rosenkohl). Die gebackene Variante ist aber doch deutlich köstlicher und fordert das Bier direkt heraus, wobei Wasser oder Cola durchaus auch den Durst löschen und für Kinder geeigneter erscheinen.

Suppeneinlagen – Backerbsen

Hallo, ich bin im Urlaub in den österreichischen Alpen und komme vom Germteig nicht los. Diesmal habe ich ihn in der Suppe gefunden – in Gestalt von Backerbsen. Zum Wort ist nicht viel zu sagen, also gehen wir gleich über zum Gegenstand der Begierde.

  1. Germteig zubereiten ohne Zucker.
  2. formt man aus dem Teig ganz kleine Kugeln (auf keinen Fall größer als Erbsen).
  3. schmeißt man die Kugeln in heißes Fett, worin sie etwas aufgehen.
  4. wartet man, bis sie goldgelb gebacken sind.
  5. holt man sie aus dem Fett heraus und lässt das Fett abtropfen.
  6. Wenn die Backerbsen abgekühlt sind, nimmt man sie als Suppenbeilage – besonders für Rindssuppe.

Die Backerbsen schmecken aber auch in jeder anderen Suppe, nicht zuletzt in legierten. Man sollte nicht gleich die ganze, zum Verzehr geplante Portion in die Suppe tun, da die Backerbsen schnell aufweichen und dann nicht mehr resch (manche Deutsche sagen „kross“) schmecken. Besser ist also Nachholen.

Bei Suppeneinlagen liefert natürlich die Suppe ausreichend Flüssigkeit, so dass kein unmittelbarer Grund für Bier besteht. Die herzhafte Suppe erlaubt aber auch eine herzhafte Hauptspeise, wonach Bier vorzüglich schmeckt. Nur Kinder müssen mit Cola oder Selterwasser Vorlieb nehmen