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Suppeneinlagen – Fridatten (Frittatten)

Zum und nach dem Geraer Parteitag der PDS kann es nur Klarheit geben, nichts als Klarheit. Deshalb nehmen wir klare Rindersuppe und essen sie mit Fridatten.
Diese sind sehr einfach zuzubereiten:

  1. Aus einem Viertelliter Flüssigkeit (eine Hälfte Wasser und eine Hälfte Milch) wird mit Mehl ein ziemlich dünner Palatschinken-/Eierkuchenteig gerührt.
  2. macht man daraus sehr dünne Palatschinken-/Eierkuchen.
  3. lässt man diese abkühlen.
  4. rollt man sie ein und schneidet etwa 3 bis 5 mm starke Scheiben ab.

Ausgerollt ergibt das ganze die Fridatten – eine köstliche Suppenbeilage.

Zugleich haben wir etwas über die Wiener Küche gelernt. Das Wort kommt aus dem Ungarischen nach Wien, wird aber auch in slawischen Sprachen belegt. Sein Ursprung ist lateinisch (placenta) wohin es als Fridatte (italienisch) fast wieder zurückgekehrt ist, wenn auch nur in die Suppe.

Natürlich wird wiederum ein zweiter Gang nötig. Es wartet doch kühles Bier.

Suppeneinlagen – Grießnockerl

Zwar habe ich – außer der Einbrennsuppe (ich hoffe alle verzeihen mir) – erst eine Suppe (Hühnersuppe) vorgeschlagen. Im Grunde kommt ja auch nur noch eine zweite in Frage, die Rindssuppe. Sie wird genau so zubereitet, wie die Hühnersuppe, bloß halt mit (möglichst fetter) Rinderbrust oder –leiter.

Der Charme liegt in jedem Fall in der Beilage für die ansonsten klar gegessene Suppe.

Probieren wir es heute mit Grießnockerln!

Nockerln sind kleine Klößchen in Form von Nocken. Man formt sie am besten mit zwei Teelöffeln. Mit dem einen sticht man aus dem Nockerlteig reichlich Masse ab, mit dem anderen drückt man dann von oben drauf, bis die beiden Löffel schließen, streicht den überschüssigen Teig ab und erhält so die Nockerlform.

  1. Man nimmt auf ein Ei 140 Gramm Grieß und 80 Gramm Margarine oder Butter und etwas Salz. Geriebene Zitronenschalen als Treibmittel machen die Nockerl flaumiger.
  2. wird die Margarine bzw. Butter schön schaumig gerührt.
  3. fügt man die übrigen Zutaten zu und rührt sie zu einem Teig.
  4. lässt man den Teig einige Zeit rasten.
  5. formt man in der angegebenen Weise die Nockerl.
  6. gibt man die Nockerl in sprudelnd heißes Salzwasser und lässt sie dort knapp 10 Minuten kochen (man kann sie aber auch gleich in die siedende Suppe tun).

Natürlich braucht man nach der Suppe noch einen zweiten Gang, damit das Bier auch wirklich schmeckt.

Einbrennsuppe

Wem das Wahlergebnis auf den Magen geschlagen ist oder wer einen Katzenjammer hat, weil er meinen Rat befolgt hat, bei einer Niederlage der PDS einfach weiterzutrinken, dem sei heute Schonkost in Form einer „Einbrennsuppe“ empfohlen – übrigens das klassische Armeleuteessen, also auch den abgewählten MdB und ihren MitarbeiterInnen zu empfehlen:

  1. aus Mehl und Fett (je etwa 150 Gramm) eine braune Einbrenn (Schwitze) machen, mit Wasser aufgießen, mit Kümmel würzen und aufkochen.
  2. Salzen und sollten Mehlkrümel verblieben sein, abseien.
  3. Salzkartoffel klein geschnitten als Einlage hinzufügen und servieren.

Dass ich von meiner durchaus durch Einbrennsuppe begleiteten Kindheit diese heute empfehle, zeugt von der Tiefe meiner Depressionen. Dennoch, da müssen wir durch.

Hinterher ein Bier ist durchaus zu empfehlen. Es lässt die Einbrennsuppe vergessen.