Da hat es schon einer bemerkt.
Ich habe im vorigen Blog schon im ersten Satz von „unserer Partei“ gesprochen und die SED gemeint. Ganz bewusst übrigens und nicht einer Freud’schen Fehlleistung wegen. Das lässt den Kritiker drüber stolpern, um sich dann zu erheben – über mich/über uns. Das genügt ihm, zu unterstellen, ich/wir wären noch die Alten. Das genügt ihm, um froh zu sein, nach einem Jahr bei uns wieder ausgetreten zu sein. Das Lesen war wohl nie sein Fach gewesen, jedenfalls nicht das Weiterlesen, wenn doch das Vorurteil schon bestätigt zu sein scheint. Nun gut, wir haben vor 20 Jahren die SED nicht aufgelöst, wir haben sie vielmehr radikal verändert – wegen der alten Ideale und der neuen Träume und der Ehrlichkeit wegen. Wir verleugnen nicht unsere Herkunft und nicht unsere Ziele und nicht unsere Probleme auf dem Weg dahin. Wir haben eine Geschichte und jeder und jede von uns hat eine Biographie von seinem und ihrem eigenen Anfang bis heute und weiter und weiter. Wir haben gelernt, nicht alles zu wissen, wir haben aber auch gelernt, zu uns selbst zu stehen. Und deshalb gibt es bei uns Junge und Alte und solche, für die auch die SED ihre Partei gewesen sein muss, und solche, die von dieser Partei kaum noch etwas wissen oder jemals wissen wollten.
Lieber Peter Porsch.
Wer hat das wohl geschrieben?
„Nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges haben die Österreicher dieses Land in eindrucksvoller Art und Weise aufgebaut. Es ist nicht übertrieben, von einer Erfolgsstory der Zweiten Republik zu sprechen. Ehrliche, aufrechte und bescheidene Politiker und eine wohltemperierte Sozialpartnerschaft gaben dem Land eine neue Zukunft.
Diese Generation der Staatslenker hatte ihre Lektion aus der Geschichte gelernt. Haß und Ausgrenzung gegenüber den Menschen, die aus politischen, rassischen und anderen willkürlichen Gründen verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, sollte es nie mehr geben. Der Glaube an das Miteinander, an die Lebensfähigkeit und Eigenständigkeit Österreichs sollte fortan das Handeln bestimmen“
http://www.arbeiterfotografie.com/politische-morde/index-2008-10-11-joerg-haider.html