Archiv der Kategorie: Rezepte

Hier veröffentliche ich vor allem „Arme-Leute Essen“.

Suppeneinlagen – Lebernockerl

Lebernockerl schmecken vorzüglich und übertreffen im Geschmack wahrscheinlich noch die berühmten Leberknödel. Die Zubereitung ist relativ einfach. Am meisten Arbeit macht die Leber. Man muss sie nämlich

  1. schaben oder durch den Fleischwolf drehen.
  2. nimmt man auf 100 Gramm Leber 80 Gramm Butter oder Margarine und rührt sie schaumig.
  3. mischt man die gerührte Butter/Margarine mit der bearbeiteten Leber.
  4. fügt man 80 Gramm Brösel (Semmelmehl), ein Ei, etwas Pfeffer, Salz sowie Majoran und Knoblauch nach Geschmack hinzu.
  5. sticht man aus dem gut verrührten Teig Nockerl aus (vgl. bei den Grießnockerln) und lässt sie etwa 5 Minuten in sprudelndem Salzwasser kochen.
  6. rein damit in die Suppe und heiß serviert.

Wie immer bei Suppen bereitet man danach mit dem zweiten Gang den Biergenuss vor. Durch das Reichen von Cola oder Wasser als Getränk schließt man auch Kinder vom Gesamtgenuss nicht aus.

Suppeneinlagen – Fridatten (Frittatten)

Zum und nach dem Geraer Parteitag der PDS kann es nur Klarheit geben, nichts als Klarheit. Deshalb nehmen wir klare Rindersuppe und essen sie mit Fridatten.
Diese sind sehr einfach zuzubereiten:

  1. Aus einem Viertelliter Flüssigkeit (eine Hälfte Wasser und eine Hälfte Milch) wird mit Mehl ein ziemlich dünner Palatschinken-/Eierkuchenteig gerührt.
  2. macht man daraus sehr dünne Palatschinken-/Eierkuchen.
  3. lässt man diese abkühlen.
  4. rollt man sie ein und schneidet etwa 3 bis 5 mm starke Scheiben ab.

Ausgerollt ergibt das ganze die Fridatten – eine köstliche Suppenbeilage.

Zugleich haben wir etwas über die Wiener Küche gelernt. Das Wort kommt aus dem Ungarischen nach Wien, wird aber auch in slawischen Sprachen belegt. Sein Ursprung ist lateinisch (placenta) wohin es als Fridatte (italienisch) fast wieder zurückgekehrt ist, wenn auch nur in die Suppe.

Natürlich wird wiederum ein zweiter Gang nötig. Es wartet doch kühles Bier.

Suppeneinlagen – Grießnockerl

Zwar habe ich – außer der Einbrennsuppe (ich hoffe alle verzeihen mir) – erst eine Suppe (Hühnersuppe) vorgeschlagen. Im Grunde kommt ja auch nur noch eine zweite in Frage, die Rindssuppe. Sie wird genau so zubereitet, wie die Hühnersuppe, bloß halt mit (möglichst fetter) Rinderbrust oder –leiter.

Der Charme liegt in jedem Fall in der Beilage für die ansonsten klar gegessene Suppe.

Probieren wir es heute mit Grießnockerln!

Nockerln sind kleine Klößchen in Form von Nocken. Man formt sie am besten mit zwei Teelöffeln. Mit dem einen sticht man aus dem Nockerlteig reichlich Masse ab, mit dem anderen drückt man dann von oben drauf, bis die beiden Löffel schließen, streicht den überschüssigen Teig ab und erhält so die Nockerlform.

  1. Man nimmt auf ein Ei 140 Gramm Grieß und 80 Gramm Margarine oder Butter und etwas Salz. Geriebene Zitronenschalen als Treibmittel machen die Nockerl flaumiger.
  2. wird die Margarine bzw. Butter schön schaumig gerührt.
  3. fügt man die übrigen Zutaten zu und rührt sie zu einem Teig.
  4. lässt man den Teig einige Zeit rasten.
  5. formt man in der angegebenen Weise die Nockerl.
  6. gibt man die Nockerl in sprudelnd heißes Salzwasser und lässt sie dort knapp 10 Minuten kochen (man kann sie aber auch gleich in die siedende Suppe tun).

Natürlich braucht man nach der Suppe noch einen zweiten Gang, damit das Bier auch wirklich schmeckt.