Maultaschen zu Maulschellen

Sechs Maultaschen illegal gegessen haben zwar nicht zur Insolvenz der betroffenen Firma geführt, wohl aber zur Existenzvernichtung der Schwerverbrecherin, die diese Tat vollbracht. „Wehe, wehe, wer verstohlen des Mordes schwere Tat vollbracht, wir heften uns an seine Sohlen, das furchtbare Geschlecht der Nacht“ warnt uns Goethe. Und es ist Justitia, der die Augen verbunden sind, egal, ob Maultaschen durch Verzehr von der Bildfläche verschwinden oder Ibikus durch Mörderhand fällt. Das gilt auch für Pfandbons zu 1,30.-€ oder für Buletten. Recht so schreien die Kraniche! Und vergleicht mir das nicht mit Bankern und Boni-Haschern, die Leute um ihr Erspartes gebracht haben oder Konzerne um ihre Existenz und deshalb Menschen um ihren Arbeitsplatz. Da seien die deutschen Richter davor. Denn die haben noch nie heimlich genascht. Können sie ja gar nicht mit den von Geburt an verbundenen Augen – oder ist es gar ein Brett vor dem Kopf?

So werden rechtskräftig und grundordentlich Maultaschen zu finalen Maulschellen!

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