{"id":951,"date":"2015-12-28T13:40:42","date_gmt":"2015-12-28T11:40:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.peter-porsch.de\/?p=951"},"modified":"2016-01-04T10:11:07","modified_gmt":"2016-01-04T08:11:07","slug":"leitkultur-oder-multikulti-subkultur-oder-parallelgesellschaft-herrschaft-oder-akzeptanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/?p=951","title":{"rendered":"Leitkultur oder Multikulti &#8211; Subkultur oder Parallelgesellschaft &#8211; Herrschaft oder Akzeptanz?"},"content":{"rendered":"<p>Gekonnt dialektisch gedacht macht uns Karl Marx auf eine wesentliche Leistung von Sprache aufmerksam: \u201eDie Sprache selbst ist ebenso das Product eines Gemeinwesens, wie sie in andrer Hinsicht selbst das Dasein des Gemeinwesens, und das selbstredende Dasein desselben.\u201c Und er f\u00fcgt kurz danach an: \u201eIn dem Akt der Reproduction selbst \u00e4ndern sich nicht nur die objektiven Bedingungen, z. B. aus dem Dorf wird Stadt, aus der Wildni\u00df gelichteter Acker etc, sondern die Producenten \u00e4ndern sich, indem sie neue Qualit\u00e4ten aus sich heraus setzen, sich selbst durch die Production entwickeln, umgestalten, neue Kr\u00e4fte und neue Vorstellungen bilden, neue Verkehrsweisen, neue Bed\u00fcrfnisse und neue Sprache.\u201c (Marx, Karl, Grundrisse der Kritik der politischen \u00d6konomie. In:  MEGA\u2781 II\/1, 2., unver\u00e4nd. Aufl. , Berlin 2006, S. 394 u. 398 (MEW, Bd. 42, Berlin 1983, S. 398 u. 402).)<\/p>\n<p>\u201eNeue Sprache\u201c hei\u00dft dann auch, dass eben jene Ver\u00e4nderungen sich als Prozesse in Sprache \u201eals selbstredendes Dasein\u201c des Gemeinwesens \u00e4u\u00dfern m\u00fcssen. Dass damit nicht nur eine einfache Reaktion der Sprache oder ein trivialer Reflex von Sprache auf Ver\u00e4nderung gemeint sein kann, sondern die ganze Dialektik der Gesellschaftlichkeit sich auch in Sprache wiederfindet, ist anzunehmen. Wir sind gerade Zeugen eines solchen Vorganges. Ich m\u00f6chte ihn hier f\u00fcr sich in seiner aktuellen Bedeutsamkeit und zugleich als Beispiel f\u00fcr die Richtigkeit der Marx\u2019schen Thesen analysieren.<\/p>\n<p>Marcel Braumann, Domowina-Pr\u00e4sidiumsmitglied, wird in der \u201eLausitzer Rundschau\u201c mit dem Satz zitiert: \u201eUns geht es aber darum, unsere sorbische Parallelgesellschaft weiter zu pflegen.\u201c (Lausitzer Rundschau,<br \/>\n14.12.2015, S. 19) Offensichtlich ist die Intention, mit der Verwendung des Wortes \u201eParallelgesellschaft\u201c zu provozieren und darauf aufmerksam zu machen, dass ein neues Wort &#8211; n\u00e4mlich \u201eParallelgesellschaft\u201c &#8211; durchaus auf ein altes Ph\u00e4nomen &#8211; n\u00e4mlich das Leben der sorbischen Minderheit in der Lausitz und ihre heutigen Probleme &#8211; angewendet werden kann. Worin besteht aber dann die Provokation?<\/p>\n<p>Sie besteht darin, dass mit dem Wort der Bezug zu den neuen Verwendungskontexten, in dem es entstanden ist, hergestellt wird. Es sind die Diskurse um die aktuelle, so genannte Fl\u00fcchtlingsproblematik. Es sind die Diskurse um Fragen der Integration massenhaft neu Hinzugekommener und Hinzukommender  in unserer Gesellschaft. Es geht um Fragen der M\u00f6glichkeiten von Integration, ihrer Notwendigkeit und ihrer Legitimation. Was hat dies alles aber mit den Sorben zu tun? F\u00fcr die Antwort muss ich jetzt weiter ausholen.<\/p>\n<p>Das Wort \u201eParallelgesellschaft\u201c ist in der 4. Auflage DUDEN &#8211; Deutsches Universalw\u00f6rterbuch, Mannheim 2001 noch gar nicht verzeichnet. In der 7. Auflage (2011) finden wir es, in seiner Bedeutung folgenderma\u00dfen definiert: \u201evon einer Minderheit gebildete, in einem Land neben der Gesellschaft der Mehrheit existierende Gesellschaft.\u201c So finden wir es auch in der 8. Auflage, 2015. In der Schulausgabe des \u00d6sterreichischen W\u00f6rterbuches (42. Auflage, Wien 2012) finden wir f\u00fcr \u201eParallelgesellschaft\u201c, \u201eorganisierte eigene gesellschaftliche Struktur (einer Minderheit), Subkultur\u201c. In allen fr\u00fcheren Ausgaben war es noch nicht verzeichnet.<\/p>\n<p>Man kann kaum leugnen, dass das Wort mit diesen Bedeutungsdefinitionen auch auf Sorben anwendbar ist. Dennoch wurde das Jahrhunderte lang nicht gemacht. Das Wort wurde wegen der Sorben so wenig \u201eerfunden\u201c wie wegen anderer ethnisch-kultureller Minderheiten, seien sie autochthon oder nicht. Was machte es also in den genannten aktuellen Kontexten n\u00f6tig und welche Spezifik gewinnt es daraus? Bei WIKIPEDIA finden wir: \u201eParallelgesellschaft ist ein politischer Begriff, der eine nicht den wahrgenommenen Regeln und Moralvorstellungen der Mehrheitsgesellschaft entsprechende, von dieser mitunter als ablehnend empfundene gesellschaftliche Selbstorganisation einer Minderheit beschreibt. Der Begriff \u00fcberschneidet sich in seinem Bedeutungsinhalt mit Gegenkultur und Subkultur.\u201c Gilt f\u00fcr die Minderheit der Sorben zumindest juristisch derzeit nicht, dass sie als \u201eablehnend\u201c empfunden werden, so war das in ihrer Geschichte und ist es in mancher aktuellen Debatte beileibe nicht so. <\/p>\n<p>WIKIPEDIA und das \u00d6sterreichische W\u00f6rterbuch geben uns den Hinweis auf die \u00dcberschneidung mit \u201eSubkultur\u201c. Das DUDEN &#8211; Deutsches Universalw\u00f6rterbuch bestimmt die Bedeutung des Wortes mit: \u201einnerhalb einer Gesellschaft bestehende, von einer bestimmten gesellschaftlichen, ethnischen o.\u00e4. Gruppe getragene Kultur mit eigenen Normen und Werten.\u201c (DUDEN &#8211; Deutsches Universalw\u00f6rterbuch, Mannheim 2015, 8. Auflage) Das \u00d6sterreichische W\u00f6rterbuch sagt dazu: \u201eabweichende Kultur- und Lebensformen bestimmter Gruppen der Gesellschaft\u201c. <\/p>\n<p>\u201eInnerhalb einer Gesellschaft\u201c, \u201ebestimmte Gruppen der Gesellschaft\u201c, darin liegt offensichtlich des R\u00e4tsels L\u00f6sung. Eigentlich liegt sie schon in der Bedeutungsopposition des Pr\u00e4fixes \u201esub-\u201c und des Wortteiles \u201eparallel\u201c. \u201eSub-\u201c \u201ebedeutet in Bildungen mit Substantiven, Adjektiven und Verben unter, sich unterhalb befindend, niedriger als  \u2026 (in r\u00e4umlicher und hierarchischer Hinsicht)\u201c (ebenda). \u201eParallel\u201c hei\u00dft \u201ein gleicher Richtung u. in gleichem Abstand neben etw. anderem verlaufend, an allen Stellen in gleichem Abstand nebeneinander [befindlich]\u201c (ebenda). <\/p>\n<p>Demnach haben \u201eParallelgesellschaften\u201c keine Ber\u00fchrung miteinander, \u201eSubkulturen\u201c sind jedoch einer \u00dcbergeordneten Gesellschaft nicht nur zu-, sondern auch untergeordnet. \u201eSubkultur\u201c ist integriert, \u201eParallelgesellschaft\u201c nicht, wenn man unter \u201eIntegration\u201c, \u201edie Einbeziehung, Eingliederung in ein gr\u00f6\u00dferes Ganzes\u201c (ebenda) versteht. Folgerichtig bietet das DUDEN &#8211; Deutsches Universalw\u00f6rterbuch als Verwendungsbeispiel den Satz, \u201edie I. der hier lebenden Ausl\u00e4nder ist nach wie vor ein dringendes Problem.\u201c (ebenda)<\/p>\n<p>Denkt man an dieser Stelle weiter, kommen W\u00f6rter wie \u201eLeitkultur\u201c oder \u201eDominanzkultur\u201c ins Blickfeld, aber z.B. auch \u201eMehrheitsgesellschaft\u201c. Diese W\u00f6rter begegnen uns in den aktuellen Debatten um Fl\u00fcchtlinge und Asylsuchende st\u00e4ndig, so wie \u201eIntegration\u201c und \u201eParallelgesellschaft\u201c &#8211; meist in enger Verbindung miteinander. Festzustellen ist wiederum, dass \u201eLeitkultur\u201c im DUDEN &#8211; UWB 2001 noch gar nicht zu finden ist; in der 7. Auflage 2011 wird sie als \u201ef\u00fchrende, zentrale Kultur\u201c definiert, ebenso in der 8. Auflage als \u2026 Es ist ein junges Wort, auch wenn sich das benannte Ph\u00e4nomen schon lange mit Macht geb\u00e4rdet. Das \u00d6sterreichische W\u00f6rterbuch (2012) spricht von der \u201eKultur der Mehrheitsbev\u00f6lkerung eines Landes (oft als Anspruch missverstanden)\u201c (vgl.a.a.O.) \u201eDominanzkultur\u201c war in keinem der hier zitierten W\u00f6rterb\u00fccher zu finden.<br \/>\nWeil \u201eParallelgesellschaften\u201c der \u201eLeitkultur\u201c bzw. \u201eDominanzkultur\u201c als nicht \u201esubordiniert\u201c gelten, werden sie von konservativer und rechter Politik abgelehnt, als gef\u00e4hrlich empfunden. Das \u00d6sterreichische W\u00f6rterbuch weist zumindest in Klammern auf die Problematik eines solchen Verhaltens hin. An der weitgehenden politischen Ablehnung von \u201eParallelgesellschaften\u201c \u00e4ndert das nichts. Damit sind wir aber bei des Pudels Kern: Wenn \u201eSubkulturen\u201c einer \u201eLeitkultur\u201c untergeordnet sind, haben sie sich einer Macht gebeugt bzw. hat sie eine Macht gebeugt. Sie unterliegen (zumindest partiell) fremder Herrschaft. F\u00fcr Sorben trifft das wohl in der hier ausreichenden Allgemeinheit zu. Nach Lage der Dinge muss dies nicht immer Macht und Herrschaft einer Mehrheit sein. In Deutschland und f\u00fcr die Sorben zumal ist es aber wohl der Fall. Sie sind in vielen Dingen von der Mehrheitsgesellschaft abh\u00e4ngig, vor allem von deren Geld, das sie f\u00fcr den Erhalt der kulturellen Autonomie und insbesondere f\u00fcr den Erhalt der Sprache brauchen. Braumann moniert z.B., dass f\u00fcr den Spracherhalt ein Modell umgesetzt wird, das eigentlich f\u00fcr westdeutsche Migrationsmilieus entwickelt wurde, weshalb es f\u00fcr das Sorbische nicht problemlos funktioniert.<\/p>\n<p>Die \u201eUnterwerfung\u201c trifft f\u00fcr \u201eParallegesellschaften\u201c per definitionem zun\u00e4chst nicht zu. Das ist f\u00fcr Macht gef\u00e4hrlich. Zumindest nimmt sie das an. Ist es aber wirklich und speziell f\u00fcr die Kultur der M\u00e4chtigen gef\u00e4hrlich? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Es kann doch niemand sagen, dass sich gerade parallel zueinander stehende Konstanten, parallel verlaufende Lebensweisen gegenseitig gef\u00e4hrden. Sie k\u00f6nnten sich akzeptieren und ansonsten in Ruhe lassen. Die Gef\u00e4hrdung tritt erst ein, wenn \u201eMacht\u201c bzw. Anspruch auf \u201eHerrschaft\u201c einer Seite in Richtung der anderen ins Spiel kommen. Dann will die eine Kultur die andere \u201eintegrieren\u201c im Sinne einer Unterordnung. Sie will ihre Regeln zu den \u00fcbergeordneten machen, oder die andere zerst\u00f6ren. \u201eAkzeptanz\u201c des \u201eAnderen\u201c wird abgebaut, kommt gar nicht zum Zuge. Das \u201eAndere\u201c wird zum gef\u00e4hrlichen \u201eFremden\u201c. Jetzt wird \u201eParallelkultur\u201c zur \u201eGegenkultur\u201c. Sie wird zur \u201eKultur einer Gruppe in einer Gesellschaft, die deren Kultur in bestimmten Teilen ablehnt u. daf\u00fcr eigene Normen u. Werte setzt.\u201c (DUDEN &#8211; Deutsches Universalw\u00f6rterbuch, 2015)  F\u00fcr die Gesellschaft wird eine solche Kultur zum \u201eFeind\u201c und sie wird als solcher mit \u201eGegenkultur\u201c und \u201eParallelkultur\u201c sprachlich markiert. Solche \u201eFeinde\u201c gab es auch fr\u00fcher &#8211; z.B. die \u201eJuden\u201c, die \u201eZigeuner\u201c. Das Wort \u201eParallelkultur\u201c kommt uns harmlos daher und ersetzt doch nur als Kampfbegriffe unbrauchbar gewordene W\u00f6rter wie \u201eAntisemitismus\u201c oder \u201eAntiziganismus\u201c.<\/p>\n<p>Liegen dem &#8211; wie oft behauptet &#8211; \u201eAngst\u201c oder \u201eBesorgnis\u201c zugrunde, so verwandeln sich \u201eAngst\u201c und \u201eBesorgnis\u201c in Repression. Die Gesellschaft hat dazu ausreichend M\u00f6glichkeiten und nutzt sie auch, weil die definitorische Parallelit\u00e4t keine faktische ist. Warum eigentlich? \u201eAngst\u201c und \u201eBesorgnis\u201c k\u00f6nnten sich doch auch in Neugierde, Verstehen und Akzeptieren verwandeln. Genau das w\u00e4re der Anfang, den Prozess einer \u201eEvolution der Integration\u201c zu initiieren, einer Evolution, die beide \u201eParallelen\u201c betrifft. So weit unsere Kultur eine Subkultur der Kultur der Menschenrechte, Toleranz, Gleichstellung, sozialer Gerechtigkeit und Demokratie ist, brauchen wir sie nicht \u00e4ngstlich zu sch\u00fctzen. Sie wird ihre Attraktivit\u00e4t unter Beweis stellen, wenn wir sie niemandem verwehren.  \u201eHerrschaft\u201c hat jedoch ein anderes Ziel. Andreas Scheuer, Generalsekret\u00e4r der CSU, meint: &#8222;Die Neuank\u00f6mmlinge aus anderen Kulturkreisen m\u00fcssen akzeptieren, dass die deutsche Leitkultur tonangebend und f\u00fcr ihr weiteres Leben in Deutschland der Ma\u00dfstab ist.&#8220; Integration k\u00f6nne nicht bedeuten, &#8222;dass sich die einheimische Bev\u00f6lkerung und die Fl\u00fcchtlinge auf halbem Weg treffen und daraus eine neue Leitkultur entsteht \u2026 Es gibt bei der Leitkultur nur eine Richtung: unsere Werte akzeptieren.\u201c (Passauer Neue Presse, 10.10.2015) Hier schl\u00e4gt Neuankommenden nur kalte Macht entgegen, nicht ein Quentchen Akzeptanz, nur Ausgrenzung. Es ist zugleich das, was Balibar und Wallenstein einen \u201eRassismus ohne Rassen\u201c nennen: \u201eIdeologisch geh\u00f6rt der gegenw\u00e4rtige Rassismus in den Zusammenhang eines \u201aRassismus ohne Rassen\u2018, [\u2026] eines Rassismus, der\u00a0\u2013 jedenfalls auf den ersten Blick\u00a0\u2013 nicht mehr die \u00dcberlegenheit bestimmter Gruppen oder V\u00f6lker \u00fcber andere postuliert, sondern sich darauf beschr\u00e4nkt, die Sch\u00e4dlichkeit jeder Grenzverwischung und die Unvereinbarkeit der Lebensweise und Traditionen zu behaupten.\u201c (Etienne Balibar\/Immanuel Wallerstein: Rasse Klasse Nation. Ambivalente Identit\u00e4ten. Hamburg 1990, S. 28) Adorno meint treffend: \u201eDas vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verp\u00f6nten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein blo\u00dfes Deckbild f\u00fcr den brutalen Herrschaftsanspruch.\u201c (Theodor W. Adorno: Schuld und Abwehr, in: Gesammelte Schriften Band 9\/2, Frankfurt\/Main 19759 Das bef\u00f6rdert \u00fcbrigens Ab- und Ausgrenzung auf beiden Seiten der Parallelen, mit fatalen Folgen.<br \/>\nJetzt ist auch klar, warum \u201eLeitkultur\u201c kein \u201eMultikulti\u201c bzw., mit dem Langwort ausgedr\u00fcckt, keine \u201eMultikuturalit\u00e4t\u201c duldet. Diese bedeutet \u201edas Vorhandensein von Einfl\u00fcssen mehrerer Kulturen; kulturelle Vielfalt\u201c. Als Verwendungsbeispiel finde ich, \u201eein Aufruf zu Toleranz und M.\u201c  Wenigstens die DUDEN-Redaktion hat Einsicht. CDU\/CSU, AfD und Pegida-Schreierinnen und Schreier folgen diesem Aufruf leider nicht. Herrschaft geht vor Akzeptanz. Die Sprache bringt es zutage: Sie tritt uns tats\u00e4chlich als ein \u201eProdukt\u201c und zugleich \u201eselbstredendes Dasein der Gesellschaft\u201c entgegen. Ich glaube nicht, dass wir dabei gut wegkommen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gekonnt dialektisch gedacht macht uns Karl Marx auf eine wesentliche Leistung von Sprache aufmerksam: \u201eDie Sprache selbst ist ebenso das Product eines Gemeinwesens, wie sie in andrer Hinsicht selbst das Dasein des Gemeinwesens, und das selbstredende Dasein desselben.\u201c Und er f\u00fcgt kurz danach an: \u201eIn dem Akt der Reproduction selbst \u00e4ndern sich nicht nur die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":[]},"categories":[1],"tags":[],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/pBNn2-fl","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/951"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=951"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/951\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":955,"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/951\/revisions\/955"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=951"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=951"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=951"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}