{"id":806,"date":"2014-02-16T11:17:55","date_gmt":"2014-02-16T09:17:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.peter-porsch.de\/?p=806"},"modified":"2014-02-16T11:17:55","modified_gmt":"2014-02-16T09:17:55","slug":"der-schwarze-hat-seine-schuldigkeit-getan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/?p=806","title":{"rendered":"Der Schwarze hat seine Schuldigkeit getan &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Der Friedrich war\u2018s! Zum Gl\u00fcck nicht der Friedrich Schiller, sondern der Friedrich mit Nachnamen; der fr\u00fchere Innenminister und kurzzeitige Agrarminister von der tiefschwarzen CSU. Weil es der war, kann ich mir politisch korrekt den \u201eMohr\u201c vom Schiller ersparen und f\u00fcr \u201eLinks\u201c weiterschreiben. Bei Schiller hei\u00dft es \u00fcbrigens, \u201eDer Mohr hat seine Arbeit getan&#8230;\u201c Aber lassen wir sprachliche Spitzfindigkeiten. Das und der \u201eSchwarze\u201c haben es mir angetan. Bei Schiller wird Fiesko von einem gut informierten Mohren sozusagen \u201eschwarz\u201c dar\u00fcber informiert, dass es ein Mordkomplott gegen ihn gibt. Zum Beweis wird ein Brief \u00fcberbracht, aus dem die Verschw\u00f6rung ersichtlich ist. Jetzt nur keine platten Analogien, aber Edathy, Friedrich, Staatsanwaltschaft, Gabriel, Oppermann usw., das sind die Akteure in der wirklichen Verwicklung und Verschw\u00f6rung. Der Schiller hat es jedoch geahnt und auf die B\u00fchne gebracht, wie es zugeht bei den Staatsgesch\u00e4ften &#8211; damals in Genua und heute in der \u201eSchwarzen Republik\u201c. Damals mit Fiesko, heute als Fiasko.<br \/>\nDer Edathy hat sich schwarz Fotos von nackten kleinen Jungs besorgt &#8211; wurde behauptet. Diese Schweinereien sollen uns nicht weiter interessieren. Daf\u00fcr gibt es Polizei, Staatsanw\u00e4lte und Gerichte. Das ist aber das eigentliche Problem. Ermittler (und sicher auch Ermittlerinnen) hatten bei Edathy m\u00f6glicherweise ins einschl\u00e4gig Schwarze getroffen. Ihm drohten nun schwarze Tage, weshalb wiederum Herr Friedrich &#8211; damals noch Innenminister &#8211; Herrn Gabriel &#8211; damals nur Parteivorsitzender der SPD &#8211; unter der Hand, also eigentlich illegal, man kann auch sagen schwarz informierte. Es liefen gerade die Verhandlungen f\u00fcr die Gro\u00dfe Koalition und Herr Friedrich sah schwarz f\u00fcr deren Erfolg, wenn Missetaten des Edathy ans Licht k\u00e4men. Edathy war schlie\u00dflich nicht irgendwer, sondern Hoffnungstr\u00e4ger der SPD und vormals Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages und aktuell Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zur Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund. Sicher \u00e4rgerten sich die rosa Genossen schwarz ob der drohenden Gefahr. Die Warnung gelangte auf zumindest dunklen, wenn schon nicht schwarzen Wegen zum eigentlichen Delinquenten. Sorgte der f\u00fcr Schw\u00e4rzung und Vernichtung allen belastenden Materials? Jetzt war es an der Staatsanwaltschaft, sich schwarz zu \u00e4rgern. Der Schwarze, der Friedrich aber hatte &#8211; wie gesagt &#8211; seine Arbeit getan, die Post zur Verschw\u00f6rung \u00fcberbracht und konnte gehen. Die \u201eSchwarze Republik\u201c in den Farben Schwarz-Rot war gerettet. Fontane wei\u00df bereits wie im Schluss seines Gedichts \u201eDie Alten und die Jungen\u201c: \u201eDer Mohr kann gehn, neu Spiel hebt an. Sie beherrschen die Szene, sie sind dran!\u201c<br \/>\nGenug des \u201eSchwarzen\u201c k\u00f6nnte man denken. Diese Republik hat jedoch noch mehr zu bieten. Z.B. Alice Schwarzer. Das ist kein wohlfeiler Kalauer eines \u00fcberm\u00fctigen Glossenschmiedes. Gegen diesen Verdacht bringe ich vor, dass sie immerhin Schwarzgeld schwarz \u00fcber die Grenze in die Schwarz, Verzeihung, Schweiz gebracht hat. Dem deutschen Fiskus wollte sie nicht das Schwarze unter den N\u00e4geln g\u00f6nnen. Ein Fehler, wie sie jetzt einr\u00e4umt, um aus Schwarz vielleicht noch Wei\u00df machen zu k\u00f6nnen. Wenn auch das Sprachspiel nur auf Schwarzer passt, der Schwarzen Schafe haben wir viel mehr. Der Hoene\u00df wurde ins Licht gezerrt, ein paar andere auch, darunter ein Staatssekret\u00e4r in Berlin und Liebling seiner Partei. Doch die im Dunklen sieht man nicht (wei\u00df schon Brecht). Es sind viel mehr, sehr viel mehr! Ich will nicht schwarzmalen, aber irgendwie kommt mir vor, dass ein Gro\u00dfteil unserer so genannten Eliten ziemlich verkommen ist. Wie \u201eSchwarze L\u00f6cher\u201c saugen sie gierig alles in sich hinein. Licht geben sie keines ab. Man kann auch sagen, sie sind keine Leuchten und helfen nicht in schwarzer Nacht. Sei\u2018s drum: Selbst die schw\u00e4rzeste Nacht endet mit der Morgenr\u00f6te. So viel nur zu den anstehenden Wahlen. Die Schwarzen k\u00f6nnen gehn! <\/p>\n<p>(geschrieben f\u00fcr Links M\u00e4rz 2014, 15.02.2014<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Friedrich war\u2018s! Zum Gl\u00fcck nicht der Friedrich Schiller, sondern der Friedrich mit Nachnamen; der fr\u00fchere Innenminister und kurzzeitige Agrarminister von der tiefschwarzen CSU. Weil es der war, kann ich mir politisch korrekt den \u201eMohr\u201c vom Schiller ersparen und f\u00fcr \u201eLinks\u201c weiterschreiben. 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