{"id":710,"date":"2011-12-12T13:42:38","date_gmt":"2011-12-12T11:42:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.peter-porsch.de\/?p=710"},"modified":"2011-12-12T13:42:38","modified_gmt":"2011-12-12T11:42:38","slug":"laudatio-zum-10-geburtstag-pds-jugendjunge-linkelinksjugend-sachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/?p=710","title":{"rendered":"Laudatio zum 10. Geburtstag &#8222;PDS JUGEND\/junge LINKE\/linksjugend sachsen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Hallo! Ihr alle hier, liebe Mitglieder, Sympathisantinnen und Sympathisanten der Linksjugend Sachsen, liebe Genossinnen und Genossen, hallo Jugendbrigade, hallo Jugendclique, liebe Repr\u00e4sentanten und Repr\u00e4sentantinnen eines nicht hingekriegten Generationenwechsels, sehr verehrte junge und nicht mehr ganz so junge Mitglieder von Vorst\u00e4nden der Partei die LINKE in Kommunen und auf Landes- und Bundesebene, Sprecherinnen und Sprecher, Koordinatorinnen und Koordinatoren f\u00fcr alles M\u00f6gliche, im Dienst und bereits wieder au\u00dfer Dienst, geehrte junge und nicht mehr ganz so junge Mitglieder von Gemeinde- und Stadtr\u00e4ten, Landtagen und des Bundestages und hallo deren jungen und nicht mehr ganz so jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, hallo allen SkateboardfahrerInnen, StudentInnen, HedonistInnen, ComputerspielerInnen und Langschl\u00e4ferInnen usw. und so fort &#8230;<\/p>\n<p>So! \u201eAller Anfang ist schwer!\u201c Hoffentlich habe ich niemanden vergessen.<br \/>\nIch wollte eigentlich mit der Anrede schon die 10 Jahre, die es hier zu feiern und schlie\u00dflich noch mit einer laudatio zu bedenken gibt, umrei\u00dfen. Die Anrede enth\u00e4lt Zitate von Benennungen f\u00fcr die Linksjugend unterschiedlicher Herkunft, solche, die bereits vor 10 Jahren auftauchten oder auch solche, die ganz aktuell sind, wenn ich an den \u201enicht hingekriegten Generationenwechsel\u201c denke. Ich zitiere, nenne aber die Quellen nicht, was mir bitte nachgesehen wird. Der letzte Bundesparteitag der Partei die LINKE und auch der letzte Landesparteitag in Sachsen haben eine Harmonie in der Partei bewirkt und konstatiert, die solche Zitate nur mehr zu Erinnerungsst\u00fccken machen. Als Waffen taugen sie nicht mehr und sie sollten f\u00fcr immer in den Waffenkammern rosten. <\/p>\n<p>Die Anrede zeugt davon, wie \u201ehei\u00df umfehdet, wild umstritten\u201c (das ist ein Zitat aus der \u00f6sterreichischen Bundeshymne und aus meinem Abituraufsatz) die Sache begann und wo sie endete. Nun, als 68er kann ich nur sagen: Es begann als Marsch junger Leute durch die Institutionen, r\u00fcttelte und wummerte damals m\u00e4chtig an deren Toren, verbreitete Angst im Inneren und quittiert nach bereits zehn Jahren \u00fcber Erfolge, die ich ja in der Anrede auch zum Ausdruck gebracht habe. Wichtige Positionen sind besetzt! Eine erste Frage w\u00e4re freilich schon, ist die jeweilige Institution besetzt und deshalb ver\u00e4nderbar oder gar schon ver\u00e4ndert oder sind es nur Posten? Eine zweite Frage schlie\u00dft sich mir als st\u00e4ndiger Widerspruchssucher an: Was hat die Institution unter Umst\u00e4nden an den Besetzerinnen und Besetzern ver\u00e4ndert? Es sollen ja schon welche in Turnschuhen ihren Marsch durch die Institutionen angetreten haben und am Ende im Smoking rausgekommen sein. Und die dritte Frage ist ganz unabh\u00e4ngig von den Institutionen, durch die Ihr gerade marschiert: Was wird im Laufe der Jahre aus Menschen, die als Jugendbrigade antreten, als Jugendclique Furcht verbreiten und doch den Zeiten nicht entgehen k\u00f6nnen, Zeiten, die sich bekanntlich \u00e4ndern und wir uns mit ihnen?<\/p>\n<p>Drei Fragen, deren Beantwortung heute nicht gelingen wird. Die Zeit reicht nicht einmal f\u00fcr eine halbe und au\u00dferdem auch nicht der Anlass. Nehmt die Fragen einfach mit. Beantwortet sie Euch bald oder in zwanzig Jahren. Beantwortet sie Euch aber besser selbst, bevor es die n\u00e4chste Generation macht. Gestattet mir daher ein bisschen Philosophie \u00fcber die dritte Frage. Und gestattet mir dabei Volksweisheiten und kluge Sentenzen kluger Leute aufzugreifen. Denn alles, was in Sprichwortn\u00e4he kommt oder Sprichwort wird, ist bew\u00e4hrtes Wissen und es ist zugleich so widerspr\u00fcchlich wie die ganze Welt und ihre Geschichte. <\/p>\n<p>Warum war bei manchen und mancher die Angst so gro\u00df und die Abwehr so heftig gegen junge Menschen, die mitmachen wollten und Verantwortung tragen, die ihre und der Gesellschaft Zukunft nicht nur den \u00c4lteren \u00fcberlassen wollten; die nicht nur Kampfreserve sein wollten wie weiland die FDJ, sondern Kampfressource &#8211; von Anfang an? \u201eFr\u00fch kr\u00fcmmt sich doch, was ein H\u00e4kchen werden will\u201c und \u201ewas H\u00e4nschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.\u201c Und \u201elearning by doing\u201c ist doch nicht falsch. Welche Angst war das, die dem entgegenschlug? War es die Angst um die Welt oder die Angst um eigenen Bedeutungsverlust? Meine G\u00fcte! Ich will \u00fcber niemanden schlecht reden, auch \u00c4ngste akzeptieren. Anspr\u00fcche haben aber das gleiche Recht akzeptiert zu werden und, dass man nicht schlecht \u00fcber sie redet. <\/p>\n<p>Die \u00c4lteren haben es leichter. Schon der Volksmund ist auf ihrer Seite: \u201eJugend hat keine Tugend\u201c t\u00f6nt es aus diesem und schon ist die Sache erledigt. Welcher Mund ist aber der Volksmund? In diesem Fall wohl am ehesten der Mund jener, die als Generation der \u201eheutigen Jugend\u201c, wie man so sch\u00f6n sagt, unmittelbar vorausgingen. Die Jugend selbst (was auch immer das sein mag) wird es wohl nicht sagen. Die sagt h\u00f6chstens \u201eJugend braucht keine Tugend\u201c! Und die richtig Alten sind eher auf Seiten der richtig Jungen. Die tun ihnen ja nichts mehr, k\u00f6nnten aber als R\u00e4cherinnen und R\u00e4cher an jener Generation herhalten, die sie, die richtig Alten, einst ebenso verdr\u00e4ngte. Und darum verteidigen sie die Jugend mit ihren Anspr\u00fcchen und unterst\u00fctzen sie. So sind eben die Gro\u00dfeltern zu den Enkelkindern. Jedenfalls manche. Und Theodor Fontane gar, der ja erst im Alter zu schreiben begann, meint: \u201eJugend hat keine Tugend ist falsch, wie fast alle Sprichw\u00f6rter; wenn wer noch Tugend hat, so ist\u2018s eben die Jugend.\u201c <\/p>\n<p>Der hat m\u00f6glicherweise recht, der alte Fontane, jedenfalls nicht v\u00f6llig unrecht. Deshalb &#8211; und jetzt kommt wieder eine Volksweisheit &#8211; deshalb \u201eleiden junge Leute weniger unter eigenen Fehlern als unter der Weisheit der Alten.\u201c Fast h\u00e4misch k\u00f6nnte man jetzt hinzuf\u00fcgen, was einst der im 18. Jahrhundert wirkende irische Staatsmann, Politologe und Philosoph Edmund Burke sagte: \u201eDie Arroganz des Alters muss sich damit abfinden, von der Jugend zu lernen.\u201c<\/p>\n<p>Nun will ich heute nicht den Generationenkonflikt sch\u00fcren und vielleicht gar endg\u00fcltig zu Gunsten der Jugend entscheiden. Manche m\u00f6gen jetzt mein Zur\u00fcckweichen f\u00fcr die glatte Freundlichkeit eines Wiener Kaffeehauskellners halten. Ihr habt mich ja einmal in diese Rolle gesteckt; zum Landesjugendtag in Wei\u00dfwasser. Ich weiche nicht zur\u00fcck, aber ich habe gelernt, zu \u201eleben in Widerspr\u00fcchen und Bewegung\u201c. Darum wieder eine Volksweisheit: \u201eMan soll die alten Leute nicht auslachen, man will auch einmal alt werden.\u201c Die Alten hinwiederum sollten sich merken, dass \u201ewie sie einst sungen, so zwitschern auch die Jungen.\u201c Dieser Spruch muss aber von einem oder einer Alten erfunden worden sein, denn &#8211; der Volksmund l\u00e4sst mich nicht los &#8211; \u201edie Jugend n\u00e4hrt sich von Tr\u00e4umen, das Alter von Erinnerungen\u201c. In der Erinnerung verkl\u00e4rt sich dann das ehemalige Zwitschern zum Gesang und der Gesang der Jugend wird zum Zwitschern herabgestuft. Je nachdem, wie man geworden ist: \u201eDas Alter ermangelt der G\u00fcte, wie das trockene Wetter des Taus\u201c verabsolutieren die Chinesen. \u201eDas Alter verkl\u00e4rt oder versteinert\u201c sagt Marie von Ebner-Eschenbach. Die Er\u00f6ffnung dieser Alternative ist mir sympathischer und sie steckt in jedem Alten drin. Da sind die mal so und mal so! Nehmt uns das nicht \u00fcbel! Das ist die Dialektik des Lebens!<\/p>\n<p>Richtig gef\u00e4hrlich ist etwas anderes in einer chinesischen Weisheit Fixiertes: \u201eSind die Alten nicht aufrichtig, so lehren sie die Jungen Schurken zu werden.\u201c Wollt Ihr also nicht Schurkin oder Schurke werden, folgere ich, m\u00fcsst Ihr die Alten zur Aufrichtigkeit zwingen. <\/p>\n<p>Manchmal denke ich, es waren die Altvorderen doch kl\u00fcger als die Altjetzigen. Zehn Jahre Linksjugend Sachsen. Ist da jemand, der sich vielleicht nach den Jahren korrigiert und sagt: \u201eDie Jugend ist der gro\u00dfartigste, der beweglichste Teil der Menschheit\u201c? Dies verk\u00fcndete der sowjetische Politiker Michail Iwanowitsch Kalinin n\u00e4mlich in seiner Rede auf der Festveranstaltung zum zehnj\u00e4hrigen Bestehen des Komsomol. Nachzulesen ist das unter anderem in dem Buch \u201e\u00dcber Erziehung zu kommunistischem Bewusstsein.\u201c Dieses Buch ist zuletzt in Berlin, damals Ost, 1977 erschienen. Die meisten von jenen, die Angst vor der Jugendbrigade hatten, waren 1977 schon alt genug, um Kalinins Rede zu lesen und eigentlich auch angehalten dazu. Die Angst w\u00e4re m\u00f6glicherweise in Optimismus umgeschlagen. Das trifft auch zu auf jene, die die Bef\u00fcrchtung in sich tragen &#8211; jetzt zitiere ich wieder &#8211; \u201edass das, was man \u00fcber viele Jahre aufgebaut hat, nicht ausreichend von Nachfolgern gestaltet wird.\u201c Ob es ausreichend ist, werden die Nachfolger und nat\u00fcrlich auch die Nachfolgerinnen selbst erleben, dass es anders sein wird und sein muss, als man sich vielleicht vorstellen will, ist sicher. Deshalb \u00fcbrigens zur Ehrenrettung des Zitierten. Er f\u00fcgte seiner Bef\u00fcrchtung einen der weisesten S\u00e4tze hinzu, den ich je geh\u00f6rt habe: \u201eWenn es so w\u00e4re, kann ich es allerdings auch nicht \u00e4ndern.\u201c Punktum, so ist es. <\/p>\n<p>Nun habe ich Euch mit Volksmund, Weisheiten und Philosophie traktiert. Seht es mir nach. Obwohl man ja von einer laudatio eher erwartet, dass sie alles m\u00f6glichst lobend anf\u00fchrt, was in den vergangenen und zu feiernden zehn Jahren so passiert ist. Ich glaube, das habt Ihr aber selbst schon gemacht, indem die meisten von Euch in Erinnerungen schwelgten, schwelgen und schwelgen werden. L\u00e4ngst wurden bei facebook die Fotos gesammelt und die Lieder, die ihr gesungen und nicht blo\u00df gezwitschert habt, die Musik, die Euch begleitete. Lars Kleba hat mir alles aufgeschrieben, was da zu w\u00fcrdigen ist: Die Landesjugendtage, die Pfingstcamps, Fraktionsjugendtage, Jugendwahlprogramme, das erste 2004, die Jugendwahlkampftouren, der \u201eneuroticker\u201c und selbst altvorderste Gr\u00fcndungsgenossen der ersten Jugendstruktur, wie z.B. Andre Hahn und die AG Junge GenossInnen mit ihren \u201ekinder- und jugendpolitischen\u201c Forderungen. Lars hat mir aufgeschrieben, wer aller im Laufe der Jahre wof\u00fcr kandidierte und das dann meist auch wurde. Ihr kennt die Namen besser und vollst\u00e4ndiger als ich. Ich brauche sie deshalb nicht zu verlesen. <\/p>\n<p>Wenn ich sage, dass KandidatInnen \u201emeist auch wurden\u201c, wof\u00fcr sie kandidierten, so hei\u00dft das nat\u00fcrlich nicht, dass dies auch alles glatt, ohne Auseinandersetzung und immer von Anfang an richtig verlief. Die Wege waren oft verschlungen, nicht gleich nachvollziehbar oder in die Irre f\u00fchrend.<\/p>\n<p>Als ich 1999 zum 2. Landesjugendtag als Landes- und Fraktionsvorsitzender ein Gru\u00dfwort sprechen sollte, durfte und auch wollte, nahm ich meinen damals 13j\u00e4hrigen Sohn und den 14j\u00e4hrigen Enkel mit. Die beobachteten das Treiben, bis zu meiner Rede und noch ein Weilchen danach. Da wurde abgestimmt, beantragt, in Zweifel gezogen, erneut abgestimmt, abgestimmt, ob man denn \u00fcberhaupt schon abgestimmt h\u00e4tte, und was denn nun eigentlich usw. Als wir wieder drau\u00dfen waren, sagte mein Sohn, der alles sehr interessiert verfolgt hatte: \u201ePapa, angesichts dieses Erlebnisses, habe ich beschlossen, meine Jugend doch mit einem Studium zu \u00fcberbr\u00fccken.\u201c Das hat er getan und nun schon fast bis zum Ende gebracht. Daf\u00fcr bin ich dem 2. Landesjugendtag dankbar. Mit 16 ist er aber dennoch &#8211; ohne mein Wissen \u00fcbrigens &#8211; in die PDS eingetreten, ist heute noch dabei, bei der LINKEn &#8211; im 10. Jahr also Mitglied &#8211; und zumindest bei den Pfingstcamps doch h\u00e4ufiger Teilnehmer. Man kann in dieser Partei machen, was man will, man wird wache Jugendliche nicht los. M\u00f6glicherweise auch gerade darum, weil man wirklich immer (na jedenfalls fast immer) machen kann, was man will. Manchmal habe ich das unterst\u00fctzt &#8211; denkt an die erste Runde um die Freigabe aller Drogen und lest dazu im aktuellen \u201eLinks\u201c. Manchmal gab\u2018s Stunk. Denkt an die Fu\u00dfball-WM. Na und! Verboten habe ich nichts und konnte und wollte ich ja auch nicht. Und bei der Fu\u00dfball-WM ging der heftige Streit sehr viel mehr um die vermisste Tugend bei der Durchsetzung der Aktion als um die Aktion selbst.<\/p>\n<p>Eines aber, eines &#8211; lasst mich das sagen &#8211; eines habt Ihr immer richtig gemacht: Ihr standet immer ganz vorn und Ihr wart immer die ersten, wenn es gegen alte und neue Nazis ging, gegen Ausl\u00e4nderfeindlichkeit, gegen Rassismus. \u201eKein Fu\u00dfbreit den Faschisten\u201c, das ist Eure Volksweisheit, \u201eNazis raus aus den K\u00f6pfen\u201c, ist Eure Kampflosung und beides ist so richtig und wichtig, wie es nur richtig und wichtig sein kann. Wer das in Zweifel gezogen hat, wer das abgetan hat, hat sp\u00e4testens heute die Quittung. Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen und er gebiert immer wieder Verbrechen. Da kann und darf man Widerstand nicht kriminalisieren. Wer dies tut, macht sich mitschuldig! Lasst Euch in dieser Sache nicht beirren &#8211; nie! <\/p>\n<p>Am 25.02.2005 meinte ein flotter Journalist in den DNN &#8211; wahrscheinlich im Auftrag &#8211; schreiben zu m\u00fcssen: \u201eKatja Kipping, mit 27 Jahren immerhin PDS-Bundesvize hinter Lothar Bisky, ist in Sachsen vollends ohne Profil. Au\u00dfer flotten Spr\u00fcchen (\u201ekein Fu\u00dfbreit den Faschisten\u201c) hat der Jungstar seit Monaten nichts zu bieten &#8230; dieses miserable Erscheinungsbild hat viel mit Peter Porsch zu tun.\u201c Ehrlich, und wenn Katja bis heute nicht mehr zu bieten h\u00e4tte als den einen Satz, \u201ekein Fu\u00dfbreit den Faschisten\u201c, ich w\u00e4re stolz, wenn es mit mir sehr viel zu tun h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Was die Erinnerungen und die Fotos betrifft, so konnte sogar ich ein Foto von mir beisteuern, das mich als ABC-Sch\u00fctzen in der ersten Volksschulklasse 1950 in Wien zeigt und dass Ihr einst daf\u00fcr verwendet habt, auf den wachsenden Bildungsnotstand aufmerksam zu machen. Ach, war ich da lieb und brav und ebenm\u00e4\u00dfig sch\u00f6n. Und heute? Das ist der Zeiten und des Lebens Lauf. Ihr werdet davon nicht ausgenommen sein. Und manches an diesem 10. Jahrestag erinnert ja auch schon an ein Veteraninnen- und Veteranentreffen. \u201eTraue keinem \u00fcber 30\u201c, war die 68er-Losung. Gut, ich habe das dann jedes Jahr und nunmehr schon seit 37 Jahren f\u00fcr mich heimlich um ein Jahr verl\u00e4ngert &#8211; nat\u00fcrlich als nur f\u00fcr mich g\u00fcltig. Auf alle anderen \u00fcber 30 trifft es zu. Nein &#8211; nicht wirklich, aber schon als Warnung! <\/p>\n<p>Wenn sich einst hier Menschen zum 20. Gr\u00fcndungsjubil\u00e4um versammeln, so m\u00fcssen die Jungen auch Neue sein, die Gr\u00fcndungsmenschen nur noch Ehreng\u00e4ste. Menschen sind keine \u201eUnechten Karettschildkr\u00f6ten\u201c, die 50 Jahre ben\u00f6tigen, um die Geschlechtsreife zu erreichen. Denkt daran, Ihr habt einst eine Jugendquote beschlossen: H\u00f6chstalter f\u00fcr Landesjugendtage 27 Jahre, f\u00fcr Landtagsmandate 30 Jahre und f\u00fcr Bundestagsmandate 35 Jahre. Ich hoffe der Beschluss gilt noch und bleibt g\u00fcltig! Alternde Gremien wie Kardinalskollegien oder Politb\u00fcros zeigen die Tendenz, solche Beschl\u00fcsse au\u00dfer Kraft zu setzen.<\/p>\n<p>Liebe Leute, eine letzte und sehr ernste Sentenz: \u201eKeiner so alt, der nicht noch ein Jahr leben will, und keiner so jung, der nicht heute sterben kann.\u201c Darin steckt einzig und allein Wahrheit, schmerzliche und brutale Wahrheit. Es waren junge Leute vor 10 Jahren dabei, die sich engagierten, die Euch und uns weiter brachten und die dennoch heute nicht mehr hier sein k\u00f6nnen. Ich wei\u00df von vier, deren Tod wir beklagen m\u00fcssen: Anja Steglich, Erik Richter, Sascha Wagener und Stefan Grunwald. <\/p>\n<p>Vergesst sie nicht, wenn Ihr heute tanzt.<br \/>\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<br \/>\nDanke daf\u00fcr und danke f\u00fcr alles in diesen 10 Jahren!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo! Ihr alle hier, liebe Mitglieder, Sympathisantinnen und Sympathisanten der Linksjugend Sachsen, liebe Genossinnen und Genossen, hallo Jugendbrigade, hallo Jugendclique, liebe Repr\u00e4sentanten und Repr\u00e4sentantinnen eines nicht hingekriegten Generationenwechsels, sehr verehrte junge und nicht mehr ganz so junge Mitglieder von Vorst\u00e4nden der Partei die LINKE in Kommunen und auf Landes- und Bundesebene, Sprecherinnen und Sprecher, Koordinatorinnen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":[]},"categories":[1],"tags":[],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/pBNn2-bs","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/710"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=710"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/710\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":711,"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/710\/revisions\/711"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=710"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=710"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=710"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}