{"id":180,"date":"2008-08-13T10:44:50","date_gmt":"2008-08-13T08:44:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.peter-porsch.de\/?p=180"},"modified":"2009-08-13T19:12:39","modified_gmt":"2009-08-13T17:12:39","slug":"schaumstanitzel-aus-biskuit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.peter-porsch.de\/?p=180","title":{"rendered":"Schaumstanitzel (aus Biskuit)"},"content":{"rendered":"<p>Zu Pfingsten kann man sich durchaus etwas Gutes g\u00f6nnen und entweder zur Nachspeis (zum Nachtisch) nach einem guten Braten oder erst zur Jause (zum Kaffetrinken) Schaumstanitzel servieren. Die Sache ist sprachlich so kompliziert, wie sie bei der Zubereitung einiges Fingerspitzengef\u00fchl braucht.<\/p>\n<p>\u201eStanitzel\u201c ist in Teilen Bayerns und auch in Wien und Umgebung eine gedrehte T\u00fcte \u2013 oben offen und unten spitz. Die Herkunft des Wortes wird unterschiedlich belegt: aus dem Italienischen kommend, k\u00f6nnte es einem \u201escardozzo\u201c, heute \u201escardoccio\u201c folgen (das hei\u00dft T\u00fcte). Tschechisch gibt es das Wort \u201eskornout\u201c, ebenfalls f\u00fcr T\u00fcte. Manche meinen, das Wort k\u00e4me aber vom Polenk\u00f6nig Stanislaus, der den Kindern Bonbons in solchen gedrehten T\u00fcten gab. Schlie\u00dflich kann aber auch ein Kosakenzelt, das man \u201escarniz\u201c nannte, mit seiner Form Vorbild f\u00fcr den Gegenstand und das Wort sein.<\/p>\n<p>Das \u201eBiskuit\u201c macht es uns leichter. Es ist aus dem Franz\u00f6sischen \u00fcbernommen (\u201ebiscuit\u201c) und kam dorthin aus dem Italienischen (\u201ebiscotto\u201c). Aus dem Lateinischen steckt darin \u201ebis\u201c (\u201ezweimal\u201c) und \u201ecoquere\u201c (\u201ekochen\u201c), d.h. es handelt sich eigentlich um einen Zwieback, der aber sachlich nur mehr in der \u201eBiskotte\u201c (\u201eL\u00f6ffelbiskuit\u201c) \u00fcberlebt hat.<\/p>\n<p>Aber nun zur Tat:<\/p>\n<ol>\n<li>aus drei Eiern und 15 dag (150g) Zucker r\u00fchrt man eine schaumige Masse.<\/li>\n<li>f\u00fcgt man 15 dag (richtig: 150g) Mehl hinzu, so dass ein Teig entsteht.<\/li>\n<li>reibt man Zitronenschalen in den Teig oder nimmt Backpulver.<\/li>\n<li>streicht man den Teig auf ein mit Grie\u00df auf Butter bestrichenes und Gries bestreutes Blech \u2013 kreisf\u00f6rmig, mit etwa 10 cm Durchmesser.<\/li>\n<li>b\u00e4ckt man das Ganze bei m\u00e4\u00dfiger Hitze goldgelb.<\/li>\n<li>hebt man sofort, wenn das Blech aus dem Rohr genommen wurde die Biskuitscheiben mit einem biegsamen Messer vom Blech ab und formt sie<\/li>\n<li>zu Stanitzel.<\/li>\n<li>f\u00fcllt man die Stanitzel nach dem Abk\u00fchlen mit Schlagobers.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Zur Verzierung kann man kleine Weintraubenbeeren auf das Schlagobers geben, aber auch Schokoladestr\u00e4usel oder \u00c4hnliches. Man kann das auch ganz sein lassen.<\/p>\n<p>Als Getr\u00e4nk schmeckt eigentlich nur Kaffe dazu, f\u00fcr die Kinder Trinkschokolade. Ein kleiner Weinbrand danach tut gut. Da m\u00fcssen die Kinder aber zuschauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Pfingsten kann man sich durchaus etwas Gutes g\u00f6nnen und entweder zur Nachspeis (zum Nachtisch) nach einem guten Braten oder erst zur Jause (zum Kaffetrinken) Schaumstanitzel servieren. 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