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Gefülltes Hendl

13. August 2008
von Peter Porsch

Dies ist ein Gericht zu dem es weder einer Worterklärung bedarf, noch der Entwicklung neuer Kochkünste. Eigentlich ist alles, was wir brauchen und tun müssen, schon in anderen Rezepten enthalten. Zum Wort „Hendl“ nur so viel: Es gehört als Verkleinerungsform zu „Henne“, ein Wort für das weibliche Huhn, das in dieser Gestalt aber auch die männlichen mit einbezieht bzw. Geschlechtsunterschiede eigentlich ignoriert.

  1. schneidet man wie für Semmelknödel eine bis eineinhalb Semmeln in kleine Würfel.
  2. fügt man kurz gedünstete Erbsen und Karottenwürfelchen hinzu.
  3. mischt man alles mit der geschabten Hühnerleber.
  4. sind wir noch immer bei den Semmelknödeln und ergänzen mit Petersil
  5. feuchtet man – wieder wie bei den Semmelknödeln – die Masse mit Milch an und lässt sie eine halbe Stunde ruhen.
  6. kann, wer will, noch klein geschnittene Schwammerln dazu tun Achtung die Aufnahmefähigkeit des ausgelösten Huhnes ist begrenzt).
  7. schlägt man nach dem Ruhen ein Ei über die Masse, staubt etwas mit Mehl und knetet alles zu einem Teig.
  8. füllt man die Bauchhöhle des Hendls mit der Fülle und verschließt das Hendl am „Bischof“ (das ist der im gebratenen Zustand so schmackhafte After) mit einer Nadel oder mit Zwirn.
  9. wird das Hendl im gut vorgeheizten Herd zunächst bei großer Hitze und danach bei verminderter etwa zwei Stunden gebraten und dabei immer wieder übergossen (der dazu nötige Saft entsteht durch Fett und Wasser, die man zuvor in die Bratpfanne getan hat – später verliert auch das Hendl Saft).
  10. ist die Oberfläche des Hendls bereits goldbraun soll man sie mit Alufolie, die man nur zum Übergießen entfernt, überdecken.

Die Fülle allein reicht als Beilage nicht. Grüner Salat ist als weitere Beilage empfohlen. Das Getränk kann Bier oder Weißwein sein. Kinder sollten auch keinen mit Wasser gemischten Wein bekommen. Solches würde den Wein beleidigen und Kindern eine falsche Vorstellung von künftigen Genüssen vermitteln.

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