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Steirisches Wurzelfleisch

1. Januar 2008
von Peter Porsch

Steirisches Wurzelfleisch, wie ich es hier anbiete, ist eine aus Schweinefleisch zubereitete Variante von „Steirischem Schöpsernem“, das aus Hammelfleisch gemacht wird (vgl. Mittelhochdeutsch „schöpez“ „der Hammel“ und Tschechisch „skopec“, „der verschnittene Schafsbock“). Die Speise ist so oder so ziemlich deftig und schwer. Unter anderem findet dabei – der Jahreszeit gemäß – Schwarzwurzel Verwendung, bekanntlich der Spargel des „Kleinen Mannes“ (und auch der „Kleinen Frau“).

  1. schneidet man Schweinefleisch (Kamm) in Streifen und brät es gut gepfeffert in Schmalz leicht an (etwa 600 Gramm Fleisch für drei bis maximal vier Personen.)
  2. bereitet man Wurzelwerk (die Menge auf den Hunger der Esser gerechnet) vor: Karotten, Schwarzwurzel, Sellerie (oder wie die Wiener auf fast italienisch sagen „Zeller“ = norditalienisch „seler“), Petersilwurzel und Kohlrabi), indem man es reinigt, schält und in nicht zu dünne und nicht zu kurze Streifen schneidet.
  3. gibt man das Wurzelwerk zum Fleisch, lässt es kurz mitbraten, sprüht dann Essig darüber und übergießt das Ganze mit Wasser, so dass es fast bedeckt ist.
  4. ergänzen zwei bis drei Knoblauchzehen und einige Piment- und Wacholderbeeren hinzugegeben den Geschmack.
  5. muss alles mindestens eine dreiviertel Stunde zugedeckt dünsten, bis es weich ist (Flüssigkeit, die abdampft, soll ersetzt werden).
  6. ist jetzt die Zeit, ausreichend zu salzen und noch ein paar Minuten weiter zu dünsten.
  7. legt man in dieser Zeit extra zubereitete, in der Schale gekochte, jetzt aber geschälte und in Viertel geschnittene Erdäpfel hinzu.
  8. bringt man das fertige Wurzelfleisch im Kochgefäß auf den Tisch und jede/r nimmt sich, so viel er/sie will oder noch bekommt.

Wer kann sich ein besseres Getränk dazu als Bier vorstellen? Wohl nicht einmal die Kinder, obwohl sie wahrscheinlich keines bekommen, sondern Wasser oder Cola trinken müssen. Einen kleinen Schaumbart kann man ihnen aber schon gönnen. Dem/Der Erwachsenen mundet außerdem nach dem ganzen Genuss sicher noch ein guter Obstschnaps.

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